Würmtaler Wald in Gefahr

maria eichrettet den waldkiesabbau

Meine ehemalige Heimat war einmal friedliches Plätzchen
Meine Eltern wohnten einige Jahre in Krailling / Planegg in der Elisenstraße. Hier bin ich bis zur Scheidung meiner Eltern und Einschulung aufgewachsen. Als kleiner Bub war es für mich eine besondere Freude, mit meiner Mutter (†2005) durch den Forst Kasten im Würmtaler Wald zu streifen. In dieser, damals sehr großen Waldfläche suchten wir Schwammerl und machten Rast bei der Wallfahrtskirche Maria Eich. Hier waren Holz- Tische und Bänke aufgestellt, die zum Brotzeitmachen einluden. Es herrschte eine himmlische Ruhe, die gekrönt wurde, vom Duft eines aromatischen Cocktails der umliegenden Bäume und Pflanzen. Neben dem Gezwitscher zahlreicher Singvögel, mischte sich hin und wieder ein Kuckuck mit seinem unverkennbaren Ruf. Während dieser Zeit war der Forst Kasten ein Naherholungsgebiet, das nur wenige Besucher anlockte. Die Kirche Maria Eich war umgeben von gesunden Waldflächen, denn die Autobahn Starnberg ward damals noch nicht gebaut.

Geplante Zerstörung des Würmtaler Waldes
Als am 11.07.2019 vom BR in der Sendung Quer "Frisst der Baum-Boom bayerische Wälder?" ausgestrahlt wurde, dachte ich, ich seh wohl nicht richtig. Der romantische Wald im Würmtal soll gerodet werden. Nicht nur, dass hier ein Naherholungsgebiet geopfert werden soll, es wäre doch ein sträflicher Verstoß gegen das Naturschutzgesetz. Sollen hier, wie in vielen anderen Regionen, ethische Ansprüche gegenüber der Natur mit Füßen getreten werden? Jedenfalls schwindet mein Vertrauen zu den Politikern immer mehr, die trotz wachsenden Protesten vieler Bürger, sich dem Kommerz unterwerfen. Eine derartige Maßnahme zu unterstützen bedeutet, unseren Planeten systematisch zu zerstören. Verdient es nicht jeder Baum ihn zu erhalten, der als wertvoller Speicher von Kohlendioxid (CO2) dazu beiträgt, unsere Atemluft zu filtern?

Gesunder Wald soll in Zukunft zur Kiesgrube werden
Das Rettungsschiff Sea-Watch 3 hatte 40 Migranten vor der Küste Libyens gerettet, um sie im italienischen Hafen Lampedusa von Bord zu bringen. Die völlig erschöpften Flüchtlinge mussten jedoch vor dem Hafen ausharren, da dem Rettungsschiff das Andocken verweigert wurde. Ist es nicht schlimm genug, wenn die die Zivilbevölkerung in Libyen um das nackte Leben kämpft, Häuser und selbst Krankenwagen angegriffen werden? Den Menschen bleibt nur die Flucht, die aber vom EU-Mitgliedsland Italien (Mitglied seit 1. Januar 1958) blockiert wird.

Umweltskandale häufen sich
DKaum hat man sich vom  Frevel an den Ökosystemen in Wackersdorf und des Hambacher Forsts etwas beruhigt, kommt schon der nächste Hammer. Was nützt da eine Öko-Steuer, welche die Wirtschaftsbosse aus der Portokasse bezahlen? Unter der skandalösen Entwicklung im Kampf gegen den Klimawandel, haben wir in Zukunft noch schwer zu leiden. Katastrophen nehmen überhand, während die EU nicht einigen kann oder will.