Corona in Bayern

bayern coronade Etwas Aufatmen im Mai
Die pandemischen Bedrohungen sanken im Mai 2021 deutlich. Dank des disziplinierten Verhaltens der Deutschen, sowie der großen Impfbereitschaft, konnte ein beachtlich rückgängiger 7-Tage-Inzidenzwert beobachtet werden. Allein in Bayern wurden über 2 Millionen Menschen vollständig geimpft und über 5 Millionen unterzogen sich einer Erstimpfung. Die Anzahl Geimpfter könnte weit höher liegen, wäre genügend Impfstoff vorrätig. A bisserl Aufschnaufen kann man trotzdem, denn das Pfingstfest verlief wesentlich besser aus als das Osterfest.

Selbst wenn die Corona-Ampel vielerorts wieder zu Grün tendiert, das Virus gibt sich noch lange nicht geschlagen und mutiert weiterhin drauflos. Es kann künftig immer wieder zum Ausbruch neuartiger Krankheiten kommen. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dies in einem schönen Satz verdeutlicht: "Nach der Pandemie ist vor der Pandemie". Als wirkungsvolle Waffe im Kampf gegen die Gesundheitskrise ist die lange spitze Nadel.
Aufklärungsmerkblatt zur COVID-19-Schutzimpfungpdf button

Trotz sinkender Fallwerte meckert die EU
Deutschland hätte das EU-Impfziel für Menschen über 80 Jahre nach aktuellem Stand verfehlt. Die Damen und Herren im EU-Parlament sollten sich lieber selbst an der Nase nehmen, angesichts ihrer fatalen Impfstoffplanung. Viele Seniorinnen und Senioren mussten lange auf eine Impfung warten.

Weitere Corona-Auffrischimpfung 2022
Auch wenn die generelle Impfbereitschaft in Deutschland laut Umfragen zugenommen hat, bei max. zwei Impfungen wird es wohl nicht bleiben. Spätestens im kommenden Jahr müssen sich die Bürger in Deutschland vermutlich erneut gegen das Coronavirus impfen lassen. Laut Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko), wird uns das Virus nicht wieder verlassen. Er wies darauf hin, dass die Hersteller bereits an modifizierten Impfstoffen arbeiten, die gegen derzeit bekannte Mutanten wirksam sein sollen.

Corona-Impfung auch für Kinder
Ab 7. Juni will die Regierung auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Empfehlung der EU-Arzneimittelbehörde EMA begrüßt, nach der der Corona-Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren freigegeben werden soll. Eine Impfung soll vorrangig in Arztpraxen angeboten werden, denn hier weiß man, welche Kinder und Jugendlichen zum Beispiel Vorerkrankungen haben und den Impfstoff am dringendsten brauchen.

Impfgipfel am 27.05.2021
Am 27. Mai trafen sich die Regierungsmitglieder von Bund und Länder im Kanzleramt zu einem Impfgipfel. Bis Ende des Sommers soll ein Impfangebot auch für Kinder und Jugendliche gemacht werden. Ein sicherer Schulbetrieb soll weiter gewährleistet werden, unabhängig davon, wie viele Schüler(innen) sich impfen lassen. Kanzlerin Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder betonten, dass es keine Impfpflicht geben werde. Ein digitales Impfzertifikat soll es voraussichtlich ab Ende Juni / Anfang August, in Form einer App oder in der Corona-Warn-App geben.

Über die Coronaimpfung in Bayern informiert stmgp.bayern.dezoomlink
Fragen und Antworten zur Corona-Impfung auf bundesregierung.dezoomlink

impfgipfel 2021impfgipfel soederGeplantes Impfen in Arztpraxen
Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat für Juni erheblich mehr Impfstoff angekündigt. Wöchentlich sollen über fünf Millionen Impfstoffdosen bereitgestellt werden, die durch die Haus- und Fachärzte sowie voraussichtlich ab 7. Juni auch durch die Betriebs-? und Privatärzte verimpft werden können.

Impfung in Hausarztpraxen
Etwas spät kam der Regierung die Idee, dass auch Hausärzte ins Impfgeschehen einbezogen werden sollten. Hier kennt man die Patienten, dessen Krankheitsgeschichten und damit ohne große Bürokratie auch die  Risikogruppen. Seit Anfang April impfen Hausärzte Patientinnen und Patienten in ihren Praxen gegen das Coronavirus. Laut Schätzungen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns wurden In Bayern haben insgesamt 5.829.029 Menschen eine Impfung erhalten (Stand 12. Mai), davon 4.587.055 eine Erstimpfung. Also schon mehr als ein Drittel der Menschen in Bayern wurde erstgeimpft. 1.241.974 Menschen haben zudem bereits die Zweitimpfung erhalten. Von der Gesamtzahl der Impfungen wurden allein 1.413.207 Impfungen in den Arztpraxen verabreicht.

Aufklärung vor einer Impfung
Wer sich für eine Corona-Schutzimpfung entscheidet und sich registriert hat, erhält ein Aufklärungsgespräch beim Arzt. Steht ein Impftermin fest, muss man sich zuvor durch einige Bögen Papier, darunter einem Aufklärungsmerkblatt durcharbeiten. Nach eventueller Abklärungen von Vorerkrankungen oder Allergien, schließt eine, vom Patienten unterschriebene Einwilligungserklärung den Aufklärungsvorgang ab.

Schul- und Kindergartenbetrieb gelockert
Bei einer 7-Tagesinzidenz zwischen 50 und 165 findet ein eingeschränkter Regelbetrieb von Kindertageseinrichtungen, bei einer 7-Tagesinzidenz bis 50 findet wieder normaler Regelbetrieb statt.

Ab dem 7. Juni 2021 findet in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 50 an allen Schularten voller Präsenzunterricht (ohne Mindestabstand) für alle Jahrgangsstufen an allen Schularten statt. Ab der Jahrgangsstufe 5 ist jedoch das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske („OP-Maske“) auf dem gesamten Schulgelände (einschließlich Unterrichtsraum) verpflichtend.

Lockerungen in Freizeit- und Kultur
Ab dem 21. Mai 2021 sind Kulturveranstaltungen im Freien mit maximal 250 Zuschauern (feste Sitzplätze) in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 100 erlaubt. Veranstaltungen von Laien- und Amateurensembles in bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 sind ab 10. Mai 2021 grundsätzlich wieder möglich.

Ab dem 21. Mai 2021 können Freibäder in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 100 öffnen. Ebenso dürfen Fitnessstudios bei gleichen Werten ab 21. Mai 2021 wieder öffnen. Voraussetzung ist ein negativer Test der Besucher und die Beachtung der Hygienemaßnahmen (Abstandspflicht, FFP2-Maskenpflicht außer beim Sport selbst). Diese Testpflicht entfällt in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 50.

Berghütten wieder geöffnet
Die positive Situation im Mai erlaubt eine Lockerung. so sind ab 10. Mai 2021, Berghütten in den bayerischen Alpen wieder geöffnet. Es gelten dieselben Regeln, wie für die Außengastronomie im Tal. In Landkreisen, deren Sieben-Tage-Inzidenz in fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt, dürfen die Betreiber ihre Außenbereiche öffnen.

1 covid fall bayern 2020covid fallzahlen bayern 2020Bginn der Pandemie in Bayern
Am 28. Januar 2020 ist in Deutschland erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Laut Behörden hat sich ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt und erkrankte an Covid-19.

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, wurde damals als gering erachtet.

COVID-19 Fallzahlen in Bayern 2021
Monat Datum Anzahl 7-Tage-Inzidenz Todes­fälle
Januar 31.01.2021 402.173 90 10.379
Februar 28.02.2021 436.465 62 12.381
März 31.03.2021 496.321 137 13.239
April 30.04.2021 592.904 154 14.145
Mai 31.05.2021 639.245 36 14.942


 
COVID-19 Fallzahlen in Bayern ab April 2020 bis Dezember 2020
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Monat Datum Anzahl 7-Tage-Inzidenz Todes­fälle
Aprilzoomlink 30.04.2020 42.080 3,2 1.799
Maizoomlink 31.05.2020 46.917 4,7 2.450
Junizoomlink 30.06.2020 48.400 2,6 2.594
Julizoomlink 31.07.2020 50.915 5,5 2.622
Augustzoomlink 31.08.2020 57.219 14,8 2.639
Septemberzoomlink 30.09.2020 57.996 15,5 2.664
Oktoberzoomlink 31.10.2020 104.764 118,5 2.804
Novemberzoomlink 30.11.2020 207.159 175,0 3.801
Dezember 31.12.2020 324.937 163,0 6.716


 
Mehr Informationen auf der Webseite des Robert Koch-Instituts:
COVID-19-Fallzahlen
COVID-19-Dashboard

 

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