Corona in Bayern

wappen strauss thumb
Bayern im Focus von Impfgegnern
Vermutlich wurde angesichts der geplanten Impfaktion in Schulen, seitens des bayerischen Kultusministeriums, eine nicht gerade friedliche Demonstration ausgelöst. Eine Gruppe von 15 Personen versammelte sich vor dem Schulgebäude in Kösching im Landkreis Eichstätt am 15.09.2021 zu einer nicht angemeldeten Demo. Dabei sollen die Impfgegner das mobile Impfteam körperlich angriffen haben. Die Polizei klärte die Lage und die Impfaktion konnte fortgesetzt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass nicht nur organisierte Impfgegner Kritik an der Verordnung äußerten, sondern auch die Schulleitung.

Damit hatte die Staatsregierung, den bereits von Regeln überforderten Schulleitern im Freistaat, eine zusätzliche Mehrbelastung aufgebürdet. Einige Parteien, wie Die Grünen, die FDP, die AfD und die FW, hielten das Vorgehen der Staatsregierung ebenfalls für unsinnig. Überdies wird argumentiert, Corona-Impfungen bei Kindern und Jugendlichen sind meist überflüssig oder mit unnötigen Risiken verbunden. Für die Impfung von Kindern und Jugendlichen sollte allein dem Kinder- oder Hausarzt vorbehalten sein.

Gefährliche Impfkritik
Wer sich nicht impfen lassen will, verstößt gegen kein Gesetz. Diese Leute haben ihre eigene Meinung, die sie aber für sich behalten sollten. Gegen Corona-Schutzmaßnahmen zu protestieren, blockieren den Rückgang der Corona-Pandemie, die zudem die Impfbereitschaft anderer gefährden können. Besonders Unwissende lassen sich leicht von falschen Argumenten beeinflussen. Zwar zählen Demonstrationen zu wichtigen Bestandteilen einer Demokratie, doch in diesem Fall bestehen Ausnahmen und rechtfertigen zwangsmäßig durchgeführte Auflösungen. Leider findet man Impfskeptiker bis hinauf in die bayrische Politik.

3g oder 2g regelappell an impfgegnerFalsche Argumente schüren Unsicherheit
Impfgegner, die in Demogruppen aufmarschieren, sollten bedenken, sie bringen durch ihre Lügen nicht nur sich selbst in Gefahr, sie nehmen es in Kauf, dass sich das Virus dadurch noch mehr verbreiten könnte. Sie sind gut vernetzt und belagern mit ihrer Impfkritik soziale Netzwerke und Foren. So bekommen Demos gegen die Corona-Schutzmaßnahmen immer mehr Zulauf.

Es wird behauptet, zugelassene Impfstoffe würden zu Autismus, Krebs oder Unfruchtbarkeit führen. Somit könnten Impfungen das Immunsystem durcheinander bringen. Impfgegner zweifeln auch am Nachweis für den Impfschutz, da keine ausreichende Studie belegt, seltener am Covid-19-Virus zu erkranken. Die Liste der bereits kursierenden Corona-Fakes werden nun durch Impf-Fakes erweitert. Was würde wohl der ehemalige bayrische Ministerpräsident dazu sagen? [ Lauschet seiner Worte ]

👎 Zum Glück hat YouTube gegen das Verbreiten von Falschinformationen der Impfgegner bereits reagiert, sie werden unwiderruflich gelöscht.

Vor dem Impfen ausreichend informieren
Auch ich hatte zuerst etwas Muffensausen vor einer Corona-Impfung, da ich täglich 12 verschiedene Medikamente einnehmen muss und ob sie sich mit dem Serum vertragen. Meine Bedenken gegen eine Covid-19-Impfung verringernden sich erst durch intensive Information. Ein beratendes Gespräch mit meiner Hausärztin und nicht zuletzt Videos von Intensivstation, bewogen mich mit der Nadel Bekanntschaft zu machen. Den kleinen Piecks habe ich ohne jegliche Nebenwirkung gut überstanden.

Verrückte Welt!
Zu Beginn der Corona-Pandemie war das Gejammer groß, endlich einen Covid-19-Impfstoff zu entwickeln. Als das Serum dann auf den Markt kam, erneutes Meckern, viel zu wenig Flascherl mit der Viruskiller-Flüssigkeit. Jetzt, da genügend Impfstoff vorhanden ist, wollen sich plötzlich viele Menschen nicht mehr impfen lassen.

Schulen, Hochschulen und Kitas
Nach den Ferien soll es in Bayern wieder generell Präsenzunterricht geben. Die Inzidenz, die Größe der Räume oder der Klassen spielt keine Rolle mehr. Damit werden alle bisherigen Regelungen zu Wechselunterricht oder Distanzunterricht gestrichen. Für die ersten Wochen nach den Ferien gilt Maskenpflicht. Danach behält sich die Staatsregierung weitere Maßnahmen vor. Grundschülerinnen und Grundschülern reicht eine Stoffmaske, alle älteren Schüler sowie Lehrer müssen eine medizinische Maske tragen.

An Bayerns Schulen wird dreimal in der Woche getestet. Für alle Kinder und Jugendlichen gibt es einen Selbsttest. An den Grund- und Förderschulen soll in näherer Zukunft ein sogenannter Lolli-Test oder PCR-Pooltests eigeführt werden. Dazu wird zweimal die Woche für etwa 30 Sekunden an einem Tupfer gelutscht, so wie an einem Lolli. Danach werden die Tupfer in das dazugehörige Pool-Röhrchen gesteckt und ins Labor geschickt. Geimpfte und genesene Schüler sind von der Testpflicht befreit.Sollte ein Corona-Fall auftreten, sollen nicht mehr ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden, sondern nur noch Schülerinnen und Schüler, die engen Kontakt mit dem Infizierten hatten. Diese Maßnahmen wird jeweils im Einzelfall entschieden. Die Quarantäne kann nach fünf Tagen durch einen negativen Corona-Test beendet werden. Hochschulen unterliegen der 3-G-Regel, damit sollen Präsenzveranstaltungen wieder zur Normalität werden. Für Studentinnen und Studenten bleiben Corona-Tests weiterhin kostenlos.

Sonderregeln für Gottesdienste und Versammlungen
In geschlossenen Räumen gibt es für Gottesdienste und Versammlungen keine Höchstzahl an Besuchern mehr, vorausgesetzt, es wird die 3-G-Regel eingehalten. Lehnt die jeweilige Kirche oder der Versammlungsleiter dies ab, gilt weiterhin die bisherige Besucherbeschränkung, die sich nach dem verfügbaren Plätzen richtet. Für die Maskenpflicht gelten die allgemeinen Regeln, das Gesangsverbot in Kirchen entfällt gänzlich.

Lockerung der Gastronomie-Regeln
Gastronomie-Betreiber(innen) dürfen drinnen wie draußen öffnen. An den Tischen gelten die allgemeinen Kontaktbeschränkungen und keine Maskenpflicht. Ab einer Inzidenz von mehr als 35, gilt im Innenbereich die 3G-Regel. Ungeimpfte müssen einen aktuellen, negativen Test vorlegen. Vollständig Geimpfte oder Genesene sind von der Testpflicht befreit. Weiterhin gilt in den Innenstädten und an öffentlichen Orten Alkoholverbot. Die Kommunen entscheiden, welche Plätze davon betroffen sind. Um 1 Uhr nachts ist Corona-Sperrstunde.

1 covid fall bayern 2020covid fallzahlen bayern 2020Bginn der Pandemie in Bayern
Am 28. Januar 2020 ist in Deutschland erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Laut Behörden hat sich ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt und erkrankte an Covid-19.

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, wurde damals als gering erachtet.

COVID-19 Fallzahlen in Bayern 2021
Monat Datum Anzahl 7-Tage-Inzidenz Todes­fälle
Januar 31.01.2021 402.173 90 10.379
Februar 28.02.2021 436.465 62 12.381
März 31.03.2021 496.321 137 13.239
April 30.04.2021 592.904 154 14.145
Mai 31.05.2021 639.245 36 14.942
Juni 30.06.2021   47.957   5,6   1.212
Juli 31.07.2021 653.227 14,1 15.331
August 31.08.2021 675.785 70,1 15.413
September 30.09.2021 728.621 86,4 15.647


 
COVID-19 Fallzahlen in Bayern ab April 2020 bis Dezember 2020
Diagramme zum Herunterladenpdf button
 
Monat Datum Anzahl 7-Tage-Inzidenz Todes­fälle
Aprilzoomlink 30.04.2020 42.080 3,2 1.799
Maizoomlink 31.05.2020 46.917 4,7 2.450
Junizoomlink 30.06.2020 48.400 2,6 2.594
Julizoomlink 31.07.2020 50.915 5,5 2.622
Augustzoomlink 31.08.2020 57.219 14,8 2.639
Septemberzoomlink 30.09.2020 57.996 15,5 2.664
Oktoberzoomlink 31.10.2020 104.764 118,5 2.804
Novemberzoomlink 30.11.2020 207.159 175,0 3.801
Dezember 31.12.2020 324.937 163,0 6.716


 
Mehr Informationen auf der Webseite des Robert Koch-Instituts:
COVID-19-Fallzahlen
COVID-19-Dashboard

 
 

Für den Betrieb unserer Webseite nutzen wir Cookies. Bei Ablehnung, stehen möglicherweise nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung.