Corona in Bayern

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2021 ist Vergangenheit, die Pandemie  nicht
Das Jahr 2021, in den Fesseln der COVID-19-Pandemie, stand im Fokus der Wahlen und Regierungswechsels. Wie bereits 2020 waren wir weiterhin in verhängnisvollen Endlosschleifen von Corona-Wellen gefangen. Die Politiker(innen), derart auf den Wahlkampf fixiert, befanden sich vor und während dem Machtwechsel in gewaltigen Engpässen, gegenüber dringender Entscheidungen von Corona-Maßnahmen.

Ausgerechnet zum Zeitpunkt, als die Anzahl der Corona-Infektionen wieder beängstigend anstieg, fehlte im Kampf des Corona-Geschehens eine klare Linie. Es schien, dass sich die alte (noch) Regierungspartei nicht mehr verantwortlich fühlte, sie war ja abgewählt. Die neue Ampel-Regierung konnte noch kein Machtwort aussprechen, sie war noch nicht vereidigt. Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch vom Ende der "epidemischen Lage" gesprochen. Die Folge, es wurden Impfzentren geschlossen oder nur noch in kleinerer Form, wie Arztpraxen, weiter betrieben. Weitere Erleichterungen der Pandemie-Maßnahmen folgten.

querdenker demoVerwirrung und Corona-Leugnung
Im Herbst überrollte uns aus heiterem Himmel die größte Corona-Welle aller Zeiten. Von den unterschiedlichen Meldungen wurden viele Menschen verwirrt. Hinzu gesellten sich noch die Begriffe "2G, 3G, 2G plus, mRNA, AHA+L usw.". Kein Wunder, dass Querdenker noch querer denken und zahlreich Zuwachs bekamen.

Richtig ernst wurde es, als in Plattformen sotialer Medien Gewalttaten befürwortet wurden. Wie sehr jene Querdenker die deutsche Staatsform verachten, wurde in den Veröffentlichungen von Hetze und Morddrohungen gegen Politiker(innen) offensichtlich, die sie z. B. im Messenger-Dienst Telegram verbreiteten. Unverständlich ist, weshalb die Betreiber sich weigerten, die strafbaren Inhalte schnellstens zu löschen. Erschreckend war auch das Verhalten der Impfverweigerer. Selbst einige davon, die im Krankenhaus nach einem kritischen Zustand wieder genesen waren, wollten sich immer noch nicht impfen lassen. Für Querdenker ein gefundenes Fressen. Die Querdenken-Szene breitete sich wie ein Lauffeuer aus. Über soziale Medien geworben, gewannen sie immer mehr Anhänger, die bei Demonstrationen teilnahmen.

Gefährlich wurde es, als sie Unterstützung von der rechtsextremen Gruppen bekamen. Es entstand eine wilde Mischung gegen die Corona-Maßnahmen der Politik. Lange Zeit kursierten bereits Verschwörungs-Slogans über das Coronavirus, wie etwa: "Eine falsche Pandemie, ein falsches Virus oder wir befänden uns in einer Corona-Diktatur u. s. w.". Trotz vieler Toter, kursieren leider immer noch Corona-Fakes im Netz, die vielleicht als Material für ein Märchenbuch eignen würden aber nur Verwirrung stiften wollen. Wie hätte wohl der ehemalige bayrische Ministerpräsident auf all diese Missstände reagiert? [ Lauschet seiner Worte ]

Omikron in Bayern weiter auf Vormarsch
Die Corona-Varianten sind inzwischen bei "Omikron", dem griechischen Buchstaben "O" angelangt. Ende November 2020 wurde in Deutschland von Reiserückkehrern aus Südafrika das Coronavirus der Variante "Omikron" eingeschleppt. In über 20 Ländern wurde es bereits nachgewiesen, kurz darauf auch in Bayern. Bereits Anfang Januar 2022 hat sich das Coronavirus innerhalb weniger Tage mehr als verdoppelt. Damit steigen auch in Bayern die Corona-Fallzahlen wieder enorm an. Mittels einer ungewöhnlichen Aktion des Forschungsteams vom Münchner Tropeninstitut am LMU Klinikum, wurden Rückstände des Virus im Abwasser der Landeshauptstadt nachgewiesen. Da Infizierte einige Fragmente des Coronavirus ausscheiden, kann man es durch molekulare Analysen des Abwassers identifizieren. Auch die Delta-Variante wurde bei den Untersuchungen der Brühe erkannt. Eine genaue Statistik beider Virenstämme konnte wegen zu großer Dunkelziffern noch nicht erhoben werden.

omikron virus1epidemische lageBayern  drohte 2021 ein neuer Lockdown
Hotspot-Landkreise im Freistaat, in denen die Inzidenzen 1000 überschritten, machten es erforderlich, eine harte Notbremse zu ziehen. Der Landtag sah sich gezwungen, in den Hotspots weite Bereiche des öffentlichen Lebens zu schließen. Schlechte Zeiten für Gastronomie, Hotellerie sowie Sport- und Kulturveranstaltungen.

Erschwerend kam noch hinzu, dass nicht ganz geklärt war, ob der aktuelle Impfschutz auch die Omikron-Variante einschließt. Derzeit laufen noch eine Reihe von Studien über die Übertragbarkeit und Schutzmaßnahmen der neuen Corona-Variante. Aus diesem Grund stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorsorglich die Gefährlichkeit der neuen Corona-Variante Omikron daher als "sehr hoch" ein. Inzwiaschen ist bekannt, die Omikron-Variante, weit ansteckender als Delta-Variante, verbreitet sich in einem rasenden Tempo. Anfang 2022 steigt die die 7-Tage-Inzidenz zunehmend an. Vermutlich wird Omikron, ähnlich wie Delta im November 2021, bald gigantisch hohe Infektionens-Fallzahlen erreichen. Eine überaus schwierige Lage für Regierung, Hospitäler und Wirtschaft. Ein weiterer Lockdown wird sich wohl nicht vermeiden lassen.

1 covid fall bayern 2020covid fallzahlen bayern 2021Bginn der Pandemie in Bayern
Am 28. Januar 2020 ist in Deutschland erstmals eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigt worden. Laut Behörden hat sich ein Mann aus dem Landkreis Starnberg in Bayern mit dem Sars-CoV-2-Virus angesteckt und erkrankte an Covid-19.

Das Risiko für die Bevölkerung in Bayern, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, wurde damals als gering erachtet.

COVID-19 Fallzahlen in Bayern 2021
Monat Datum Anzahl 7-Tage-Inzidenz Todes­fälle
Januar 31.01.2021    402.173 90 10.379
Februar 28.02.2021    436.465 62 12.381
März 31.03.2021    496.321 137 13.239
April 30.04.2021    592.904 154 14.145
Mai 31.05.2021    639.245 36 14.942
Juni 30.06.2021      47.957   5,6   1.212
Juli 31.07.2021    653.227 14,1 15.331
August 31.08.2021    675.785 70,1 15.413
September 30.09.2021    728.621 86,4 15.647
Oktober 31.10.2021    819.682 236,1 16.073
November 30.11.2021 1.126.304 618,2 17.531
Dezember 31.12.2021 1.323.008 179,3 19.606


 
Mehr Informationen auf der Webseite des Robert Koch-Instituts:
COVID-19-Fallzahlen
COVID-19-Dashboard

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