Umweltskandal im Hambacher Forst

15. September 2018
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Das Szenario um die Erhaltung des im Hambacher Forstes erinnert mich an die Abholzung eines riesigen Waldbestandes 1986, in der Nähe des Oberpfälzer Dorfes Wackersdorf. Einige Tage war ich auch an den Protesten "WAA Nein" beteiligt. Auch wenn der Wald weichen musste, jahrelange Proteste erreichten wenigstens, dass 1989 die Bauarbeiten an der WAA eingestellt wurden.

Nichts dazugelernt
Nun geschieht Ähnliches in Nordrhein-Westfalen, was gerade in einer Zeit mit zunehmenden Umweltkatastrophen äußerst bedenklich ist. Jahrhunderte alte Bäume müssen weichen, damit von RWE Braunkohle abgebaut werden kann. Ein Umweltskandal in doppelter Hinsicht, da durch den Braunkohletagebau der Klimawandel gefördert und gesundheitsgefährdende Schadstoffe in die Atmosphäre geblasen wird.

Die Regierung ist blind
Was macht unsere Gro(ß)ko(tz)-Regierung? Sie konzentriert sich derzeit nur auf die Landtagswahlen, dabei  predigt unsere Kanzlerin nicht ständig, dem Klimawandel entgegenzutreten. Die Dieselfahrer müssen büßen aber schützende Wälder dürfen gerodet werden, damit Braunkohleabbau tonnenweise CO2 freisetzen kann.

Über 2000 Einsatzkräfte schänden die Natur
Respekt vor den Menschen, die sich gegen das Abholzen des Hambacher Forstes und den Energieriesen RWE wehren. Ich schäme mich für die Exekutive, insbesondere für die Polizei (mein Vater war auch Polizist), die rigoros Baumhäuser vernichtet und ihre Bewohner festnimmt. Die Waldbesetzung (ein hässliches Wort) diente den Aktivisten und Aktivistinnen jahrelang als Zuhause. Sie waren die Wächter der jahrhunderte alten Bäume.

Erschütternde Videos
Die YouTube-Videos zeigen, wie Einsatzkräfte der Polizei vorgehen. Sind sie so blöd, dass sie nicht merken, selbst zu Verbrechern an der Umwelt zu mutieren? Hier wird Eigentumsrecht falsch interpretiert, denn selbst ein Braunkohlegigant wie RWE hat nicht das Recht, die bereits geschwächte Natur gänzlich zu zerstören.

Unterstützt die wackeren Hüter des Waldes
Der Frust ist groß, wenn schwere Unwetter übers Land fegen, doch zeigt sich, dass von oberster Stelle keiner in der Lage sieht, im Vornherein Katastrophen zu verhindern. Spendenaufrufe bei Umweltschäden kennt man aber wie sieht es aus mit Spenden für Kämpfer gegen Umweltsünden?

Infos und Kontakt zum Aktiv werden
Detailliert wird im Blog "Hambi bleibt" auf der Webseite hambacherforst.org berichtet. Etwa in der Mitte der Webseite findet ihr fast minutengenau den Ablauf von Aktionen, Räumungen, Baumfällungen usw.