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Menschenjagd und Denunziation |
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Ende
des 15. Jhs.: Dieses Jahrhundert war geprägt von
politischen, religiösen, sozialen und wirtschaftlichen
Krisen und Umwälzungen. Die Masse der Menschen war verarmt.
Seuchen und Kriege beherrschten abwechselnd verschiedene Regionen.
Das Jahrhundert neigt sich seinem Ende zu und die viele glauben,
der Jüngste Tag rücke näher. Die Medizin wurde
immer mehr zu etwas Mystischem, somit war bald der Glaube geboren,
daß die Verursachung von Krankheiten, von Zauberei und
Hexerei herrührten. Glaube und Aberglaube gingen ineinander
über und wurden eins. Prediger schürten den Aberglauben
mit der Herausgabe von Schriften, über Teufel, Dämonen
und Gespenster. Unholde, Hexen, Feuerzeichen am Himmel, Christuswunder
und andere Zeichen göttlichen Zorns, verbreiteten Weltuntergangsstimmung
und Furcht.
Die Männer der Kirche nährten den Glauben des Volkes:
"Hexen seien in ein großes geheimes Komplott unter
der Führung des Teufels. Das Königreich Gottes auf
Erden solle durch dunkle Machenschaften gestürzt werden.
Hexen und Zauberer prägen Vorstellungen des Irrglaubens."
Schwarzen Messen und Hexensabbate verbreiten sich"!
Rechtfertigung zur Menschenjagd:
Die Inquisition benötigte diese allgemeinen Wahnvorstellungen,
weil ihre eigentliche Aufgabe mit der Vernichtung der Albigenser,
der Waldenser und anderer Ketzergruppen endgültig erledigt
war. Um ihre Existenz weiter zu rechtfertigen, brauchte sie
neue Opfer. Die Jagd nach Hexen war die Lösung dieses Problems.
Die wirklichen Verbrecher: Welcher
weltlichen Verbrechen man auch immer die Hexen bezichtigte,
das Verbrechen, um deswegen sie, meist unschuldig, allesamt
auf den Scheiterhaufen geschickt wurden, war ebenfalls ein Verbrechen.
Die Urteile basierten lediglich auf Indizien, die sich auf sehr
wackligen Boden bewegten. Bis auf wenige Ausnahmen (nachgewiesene
Verbrecher), waren sie völlig unschuldig, weil sie die
vorgeworfenen Taten gar nicht begangen haben konnten. Das Verbrechen
des Paktes mit einem Teufel, entsprang kranken Gehirnen und
die zahlreichen Abbildungen entstanden gemäß den
Schilderungen der Angeklagten unter schwerer Folter.
1484: Papst Innozenz VIII. erließ
die berüchtigte ,,Hexenbulle" gegen Zauberei durch
Personen beiderlei Geschlechts, in den Bistümern Mainz,
Köln, Trier und Salzburg und setzte die Dominikaner Jakob
Sprenger und Heinrich Cramer (Institoris) als Inquisitoren ein.
Sie durften bei ihrem Amt "durch keinerlei Gewalt beeinträchtigt
oder sonst auf irgendeine Weise gehindert werden". Damit
war die Grundlage für eine jahrhundertelange Flut von Hexenprozessen
gelegt.
Denunziation: Seinen Nachbarn
oder Nächsten als Hexe denunzieren konnte jedermann, auch
"jedwede Verbrecher und Infame". Als Indiz für
die Schuld eines Denunzierten konnte jedes Wort, Verhalten und
Gerücht sowie jede zufällige Begebenheit geltend gemacht
werden. Es genügte schon die Behauptung, das eine Person
ein böses Wort oder einen Fluch über jemanden ausgesprochen
hatte. Desweiteren bot man einer bereits verurteilten Hexe einen
weniger qualvollen Tod, gegen die Denunziation von weiteren
Hexen an.
Denunziation ein lohnendes Geschäft:
In einigen Fällen erhielten Denunzianten, pro verurteilte
Hexe, sogar einen nicht geringen Geldbetrag als Belohnung. Es
entstand somit ein neuer Berufszweig, der, des Hexenfinders. |
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