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Der Hexenhammer ·
malleus maleficarum |
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Vergrößerte
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Der Inquisitor und Dominikaner
Heinrich Cramer (Institoris), verfaßte das malleus maleficarum,
ein Buch, welches sich im bürgerlichem Sprachgebrauch als
"Hexenhammer" durchsetzte. Cramer schuf mit diesem
Werk, Grundlagen zur Hexenverfolgung und es basiert auf seiner
Berufspraxis als Inquisitor. Im Jahre 1487 wurde der Hexenhammer
erstmals in Straßburg gedruckt. Das Buch diente anfangs
vorwiegend kirchlichen Richtern als Handbuch für alle Fragen
rund um die Hexerei, doch später gewann es auch bei der
weltlichen Gerichtsbarkeit großes Ansehen.
Der Hexenhammer ist in drei Teile untergliedert:
Über die Hexerei |
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Wirkung der Hexerei |
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Hexenprozessrecht |
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Zwar werden im Hexenhammer auch
Hexenmeister, Zauberer und Magier genannt, doch das Hauptinteresse
gilt den Hexen. Nur sie sind es (laut Cramer), die die teuflischen
Mächte nicht nur herbeirufen können, sondern aufgrund
ihrer Weiblichkeit, auch neue Teufel gebären können.
So vermerkt der Hexenhammer, daß es zwei Arten des Teufels
gibt: |
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Inkuben: |
Teufel, mit denen Frauen geschlechtlich
verkehren |
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Sukkuben: |
Weibliche Buhlteufel, welche sich
Männern hingeben |
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Frauenfeindlichkeit:
Frauen werden in diesem Werk, als von Natur aus leichtgläubig,
böse, geschwätzig und leicht beeinflußbar dargestellt,
dazu wird als Beispiel die Geschichte von Adam und Eva erwähnt.
Frauen neigen eher zu geschlechtlichen Ausschweifungen als Männer
und das führe zur Teufelsbuhlschaft. Die (fast) einzige
Ausnahmen, bildet Jungfrau Maria, sie sei der normalen Weiblichkeit
durch Gottes Gnaden enthoben. Befaßt man sich näher
mit diesem Werk, muß man feststellen, daß es außer
der Mutter Christi, eigentlich keine "normalen" Frauen
gibt, denn sie werden als das schwache Geschlecht benannt, welches
sich leicht überzeugen läßt und auf jeden Schwindel
hereinfällt. So behauptet der Autor, daß aufgrund
der unersättlichen Wollust, der Umgang mit Dämonen,
besonders das weibliche Geschlecht betroffen sei.
Wortklauberei: Sogar das Wort "Frau" (lat.
femina) wird einer genauen Analyse unterzogen. femina komme
von fe, was fides oder soviel wie Glauben bedeutet und mina
(sub. minus), was für "weniger" steht. Damit
meint der Autor sicherlich, daß Frauen weniger gläubig
sind, also der Hexerei näher stehen, als Männer.
Aberglaube: Da im Mittelalter
für Naturereignisse, wie Erdbeben, Sonnen- oder Mondfinsternisse,
Sturmfluten u. a., noch keine logische Erklärung gab,
wurden diese Dinge gerne den Hexen zugesprochen (Wetterhexen
usw.). Auch Hungersnöte, Kriege und nicht zuletzt die Pest
oder andere Leiden (bes. Geisteskrankheit und Mißgeburten),
gingen meist zu Lasten der Hexen. Man machte Hexen und in Ausnahmefällen
Hexer, für alle negativen Eigenschaften des Menschen verantwortlich,
denn sie standen ja mit dem Teufel in engem Kontakt.
Hexenprozeß: Um Dämonen
und teuflische Mächte mit aller Macht auszurotten, entwickelte
Cramer im 3. Teil des Hexenhammers, ein, bis ins kleinste
Detail entwickeltes Prozeßverfahren.
Bedeutung des Hexenhammers: Der
Hexenwahn (und die Hexenverfolgungen) wurden durch dieses Werk
noch sicherlich gesteigert, denn um ca. 1600, bediente
sich nun auch die weltliche Gerichtsbarkeit, jener Praktiken,
wie sie hier beschrieben wurden. Keine unwesentliche Ursache
dafür war die enorme Verbreitung des Hexenhammers. Bis
1669 erlebte der Hexenhammer neunundzwanzig Auflagen. |
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